Wie der Mittelstand am Arbeitnehmerschutz leidet

ArbSchG – Arbeitnehmerschutzgesetz

Arbeitnehmerschutzgesetz ist ein Gesetz für den Schutz des Arbeitnehmers.
Klingt doch eigentlich nach einer tollen Sache, den dieses Gesetz regelt grundsätzlich die Pflicht, dass der Arbeitgeber sich um die Gefahren- und Gesundheitssituation zu kümmern hat.

Fürsorgepflicht

Dies bedeutet dass zum Beispiel ein Kleinunternehmen dafür Sorge zu tragen hat, dass das Personal wenn es mit einem betrieblichen PKW unterwegs ist, einen gültigen Führerschein besizt und keine gesundheitlichen Probleme wie Alkoholsucht bestehen. Dafür benötigt der Betriebsinhaber eine Kopie des Führerscheins ideallerweise alle paar Monate.

Auch Urlaubsansprüche, Mindestlöhne oder die Anzahl an Arbeitsstunden pro Woche sind geregelt und einklagbar.

Schutzbedürftigte Gruppen

Natürlich gibt es auch hier Gruppen die besonderen Schutz genießen, wie Jugendliche oder Schwangere. So darf man Schwangere nicht einfach kündigen und es gibt Anspruch auf Elternteilzeit. Es fehlt also Umsatz und trotzdem fallen Kosten wie Gehalt weiterhin an.

Bürokratie und Zeitmanagement

Viele Unterweisungen sind jährlich vorzunehmen, sei es wie die PSA (persönliche Schutzausrüstung) zu benutzen ist. Aber auch das Anlegen einer Leiter muss nach den geltenden UVV (Unfallverhütungsvorschriften) durchgeführt werden. Diese Unterweisungen dürfen mündlich durchgeführt werden, müssen aber schriftlich dokumentiert werden.

Gefährdungsanalysen sind vor jeder neuen Arbeitssituation zu erstellen. So gibt es vor allem am Anfang mehr zu dokumentieren bis die Situationen sich wiederholen.

Kosten

Unterweisungen werden oft vom Betriebsinhaber durchgeführt. Solange dies der Fall ist, kann der Arbeitgeber keinen Umsatz selber generieren und auch nicht durch die zu Unterweisenden generieren lassen.
Angenommen er schickt diese Angestellte zu einem Kurs, so kostet der Kurs zusätzlich und es kann dennoch nur der Chef arbeiten.

rechtliche Streitigkeiten

Da immer mehr Auflagen (Umweltschutz hier besonders der Schutz des Menschen) entstehen oder verschärft werden, sollte ein Betrieb eine Fachabteilung für Rechtsstreitigkeiten haben, dies rechnet sich aber meist nur für größere Konzerne.arbeitsrecht

Weiterbildung – ein muss

Um auf Dauer dem Arbeitnehmerschutz gerecht zu werden, sollten viele Kurse besucht werden, ideallerweise mit Zertifikate. So gibt es zum Beispiel für Dachdecker den Asbestlehrgang TRGS 519 Anlage 4.
Sobald ein Dachdecker diesen Lehrgang erfolgreich abgeschlossen hat, darf er gewisse neue Arbeiten durchführen und überwachen.
Wichtig ist hier jedoch immer, dass diese Kurse oft nach ein paar Jahren aufgefrischt werden müssen und so gewisse weitere Kosten entstehen.

Warum leidet der Mittelstand also am Arbeitnehmerschutz?

Ein Konzern kann immer Personen für einzelne Aufgaben einstellen während kleinere Betriebe Personal benötigt, welche eher auf allen Gebieten sich ein wenig auskennen müssen.
Des weiteren haben größere Firmen auch eine größere Anziehungskraft auf potenzielle Bewerber. Dies liegt an den verfügbaren Stellen und auch an dem meist besseren Gehalt.
Es ist immer schwer für kleinere Unternehmer gegen die global agierenden Konzerne
zu bestehen. Größere Konzerne können ihre Machtposition auf politischer Ebene auch besser ausspielen.

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Wie der Mittelstand an Regulierungen leidet

Der Mittelstand ist das, was die Wirtschaft ausmacht, das, was sie im Kern kennzeichnet. Obwohl sich in Deutschland Vieles in den großen Konzernen abspielt, sind es die mittelständischen Unternehmen, die die deutsche Wirtschaft zusammenhalten. Doch immer mehr wird ersichtlich, wie der Mittelstand durch mehr und mehr Regulierungen belastet wird. In Brüssel werden immer mehr Regulierungen erfunden, welche dazu beitragen, dass Juristen und Steuerberater mehr Arbeit bekommen. Die Unternehmer hingegen bekommen jedoch immer mehr Probleme, die Regulierungen einzuhalten. Das raubt ihnen die Flexibilität. Ständig neue Regeln zu etablieren, ist keine Lösung, um neue Erfindungen und Ideen in den Kreislauf der Wirtschaft einzubringen. Tüftler und Erfinder oder Menschen, die disruptiv denken und innovative Erfindungen hervorbringen, müssen Angst haben, sich neue Sachen auszudenken oder neue Branchen anzugehen, weil die Europäische Union oder die Bundesregierung einen solchen Haufen an Gesetzen und Regulierungen verhängt.waage-des-gesetztes-2

Und das soll nicht heißen, dass jede Regulierung nur schlecht ist. Oft geht es im Prinzip um den Schutz von Verbrauchern. Aber immer mehr zeigen sich Eingriffe in den Markt, die zum Guten der Wirtschaft sein soll. Die Auswirkungen sind aber zweifelhaft. Ein Blick über den Atlantik kann hier hilfreich sein. In den USA sind nicht nur die Abgaben für Steuern zusammengenommen klar geringer. Auch wimmelt es dort nicht so sehr von Regulierungen wie in Europa. Die Politiker sollten sehen, was sie mit immer mehr Verordnungen und Gesetzen anrichten und auslösen. Unternehmer und Geldgeber sind genervt vom politischen Aktionismus. Sie werden abgeschreckt durch den wachsenden Katalog an Gesetzen usw. Denn man sollte nicht vergessen, dass dieses Mehr an Gesetzen auch bedeutet, dass Unsicherheit bei der Planung besteht. Wer heute ein Unternehmen ins Leben rufen will, der weiß nicht mehr, was genau ihn morgen noch alles erwarten kann.

Die Europäische Union wird zerbrechen, wenn sie nicht sieht, dass es die Freiheit ist, die Europa besonders nach dem Zweiten Weltkrieg groß gemacht hat. Regulierungen behindern Innovation und das spürt besonders der Mittelstand, der auf lange Sicht gesehen nicht über die Mittel verfügt, die ein Konzern hat. Das fängt bei der Krümmung der Banane an und endet bei Nachkommaüberschreitungen für bestimmte Werte und Grenzwerte bei vielen weiteren Gesetzen.

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